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Male ist die Hauptstadt der Malediven

Rund 2.000 im Indischen Ozean wie Perlen verstreute Inseln, darunter etwa 200 bewohnte Inseln bilden die Republik der Malediven. Innerhalb eines ihrer zahlreichen Atolle, dem Male-Atoll befindet sich mit Male eine etwa 1,7 Quadratmeter große Insel, deren Fläche komplett von einem Teil ihrer gleichnamigen Hauptstadt eingenommen wird. Deren rund 125.000 Bewohner, das sind mehr als die Hälfte aller Malediven, besiedeln jedoch auch die zur Stadt gehörenden Inseln Villingili, Hulhulé und Hulhumalé. Dabei ist Letztere künstlich durch Landgewinnung entstanden, während Hulhulé zum größten Teil dem Male International Airport und einer Hotelanlage als Standort dient.

Bei einem Malediven Urlaub auf einer der Inseln des Landes besteht in dem einen oder anderen Fall sicher die Gelegenheit, der nur per Flieger oder Schiff zu erreichenden Hauptstadt Male einen Besuch abzustatten. Dies um so mehr, als über Male die einzige Möglichkeit besteht, um eine der Inseln der Malediven zu erreichen oder am Ende eines Aufenthalts auf den Malediven die Heimreise anzutreten. Helikopter, Wasserflugzeuge und Speedboote erwarten so an dem in der Nähe des Flughafens befindlichem Pier die angereisten Urlaubsgäste oder bringen sie hierher zurück.

Um die Stadt zu erkunden, bietet sich ein Inselrundgang zu Fuß an. Obwohl sich in Male alle Einrichtungen des Regierungszentrums, Banken, weiterführende Schulen und wirtschaftliche sowie soziale Einrichtungen konzentrieren, scheint noch genügend Platz für einige attraktive Sehenswürdigkeiten geblieben zu sein.

Beim Bummel durch das quirlige und geschäftige Treiben in der Stadt ist rein gar nichts von der paradiesischen Ruhe zu spüren, die für einen Malediven Urlaub eines der markantesten Merkmale ist. Unverändert geblieben ist lediglich das ganzjährig sonnenreiche warme Wetter, bei dem erfreulicherweise die tropische Schwüle durch eine leichte Seebrise verdrängt wird.

Erfreulich nimmt der Besucher Males auch zur Kenntnis, dass trotz einer großen Beengtheit in der aus allen Nähten zu platzen scheinenden Stadt immerhin Platz für viele Grünpflanzen in den Innenhöfen geblieben ist. Palmen, Hibiskus und Papayas sind in ihnen besonders oft zu entdecken.

Als beeindruckendste Sehenswürdigkeit in Male gilt die imposante Erscheinung der erst 1984 vollendeten Moschee, die sich gegenüber dem wunderschön angelegten Sultanspark befindet. Das 41 Meter hohe Minarett und ihre leuchtend goldene Kuppel machen die Moschee, die zu Ehren eines Volkshelden aus dem Befreiungskrieg gegen die Portugiesen errichtet wurde, weithin sichtbar. In angemessener Kleidung kann täglich außerhalb der Gebetszeiten ihr mit zahlreichen Schnitzereien und Gravuren verzierter Innenraum besichtigt werden.

Der Sultanspalast von Male

In dem durch ein großes, schmiedeeisernes Tor zu betretenden Sultanspark, der wie eine grüne und blühende Oase mitten in der Stadt an den typischen Malediven Urlaub erinnert, befindet sich auch das Nationalmuseum. Dessen interessanteste Ausstellungsstücke stellen einige Hinterlassenschaften des Sultans sowie archäologische Fundstücke dar.

Mit dem Gebäude des ehemaligen Präsidentenpalastes und einer gänzlich aus Kalkstein errichteten alten Moschee runden zwei weitere Gebäude die architektonischen Sehenswürdigkeiten ab. Neben diesen lohnt auf jeden Fall ein Gang durch die Fischhalle, in der besonders nachmittags ein reger Handel mit frisch gefangenem Fisch zu beobachten ist. Gegenüber befindet sich mit dem überdachten Fruchtmarkt ein besonders für Europäer recht interessanter Schauplatz.

Nicht weniger interessant gestaltet sich ein Abstecher in das Basar- und Hafenviertel von Male, in dem verschiedenartige kleine Frachtschiffe ihre aus Trockenfisch, Obst oder Brennholz bestehende Fracht löschen oder Passagiere ein- und aussteigen lassen. In den engen Gassen dieses Viertels bieten zahlreiche Händler in ihren kleinen Geschäften landestypische Souvenirs, seltene Gewürze und kunsthandwerkliche Gegenstände an.

Bliebe abschließend noch anzumerken, dass ein Besuch in Male während eines Malediven Urlaubs keineswegs spartanisch verlaufen muss, denn in den Restaurants zahlreicher Hotels aber auch in kleineren Lokalitäten oder in Teehäusern kann man kulinarisch voll auf seine Kosten kommen. Allein die pikanten und süßen Appetithappen „hedhikaa" oder die als "kuli eche" gereichten Snacks versprechen ein einmaliges Geschmackserlebnis auf Male.

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